Seit drei Jahren leide ich an Kreuzschmerzen mit Ausstrahlung ins linke Bein. Die Schmerzen, die mich zum teil mürbe machen, treten nach körperlicher Anstrengung und langem Sitzen auf. Mein Neurologe schickte mich zur MRI-Untersuchung und ein Bandscheibenvorfall, welcher nicht zu operieren ist, wurde festgestellt. Ein Antrag für neurologische Rehabilitation im NRZ Rosenhügel wurde gestellt und von meiner Versicherung bewilligt. Wenig später bekam ich den Aufnahmetermin.
Im NRZ Rosenhügel wurde ich an der Rezeption herzlich begrüßt. Vom freundlichen Pflegepersonal wurde ich auf mein Zimmer gebracht und erhielt erste wichtige Informationen zum Haus, den Tagesablauf und zur Menüauswahl. Im Anschluss daran erfolgte das Aufnahmegespräch und die Erstuntersuchung durch den Arzt in Begleitung einer Pflegeperson im Untersuchungszimmer der Station. Nach ausführlicher Erhebung meiner Krankengeschichte durch beide, wurde ich sehr genau untersucht. Abschließend wurde mit mir mein Rehabilitationsziel besprochen und mir erklärt, welche funktionsdiagnostischen Untersuchungen und Therapien mich erwarten. Einen positiven Eindruck hinterließ bei mir, dass auf meine individuellen Probleme und Bedürfnisse bei der Therapieeinteilung eingegangen wurde. Mein tägliches Therapieprogramm sah folgendermaßen aus:
- Physiotherapie (einzeln) zur Stärkung meiner Rückenmuskeln
- Laufbandtherapie
- Aquatherapie
- Ergonomisches Training durch Ergotherapie (einzeln)
- Ausdauertraining in der Sporttherapie
- TENS Stimulation zur Kontrolle meiner Schmerzen
Vom ersten Tag an wurde ich angehalten, mit mir durchgeführte Übungen zur Stärkung der Rückenmuskel auch alleine zu üben und Gelerntes im Alltag umzusetzen. Auch wenn ich anfangs die Notwendigkeit nicht verstand, wurde mir langsam klar wie „falsch“ ich mich bisher bewegt habe, und dass ich nur durch regelmäßiges Üben meine Bewegungsabläufe im Alltag bewusst ändern kann. Plötzlich begriff ich: „Ich habe einen Rücken!“. Gezielt, abgestimmt auf meine Probleme, wurde ein Programm für zuhause mit den Therapeuten erarbeitet und was mich besonders freute, auch das „richtige Bewegen“ bei meinen Lieblingssportarten mit mir trainiert.
Das geschulte Pflegepersonal bestärkte meine wachsende Motivation. Die regelmäßigen Visiten und Gespräche mit meinem betreuenden Arzt halfen mir meine Krankheit zu verstehen. Gegen Ende meines Aufenthalts wurden sämtliche funktionsdiagnostischen Untersuchungen wiederholt, die Ergebnisse mit meinen Anfangsuntersuchungen verglichen und mir im Abschlussgespräch erklärt. Bestätigung fand, was ich selbst spürte: mein Rücken war kräftiger geworden und ich konnte mich endlich, ohne Medikamente, schmerzfrei bewegen.
Auch wenn der Anfang hart war, der Therapieerfolg sprach für sich. Motiviert, meine „Hausaufgaben“ gewissenhaft täglich weiterzumachen, ging ich nach Hause.